Geschichten vom Weierhof
Seit fast 350 Jahren leben Mennoniten auf dem Weierhof. Das Dorf befindet sich im Nordosten der Pfalz am Fuße des Donnersbergs. Nach dem Dreißigjährigen Krieg lässt sich die Schweizer Familie Krehbiel hier nieder und baut die ersten Bauernhöfe auf. Die Ansiedlung wächst und wird zu einem Zentrum mennonitischen Lebens in der Pfalz.
Gräber zeigen Gesicht
Auf dem Weierhöfer Friedhof gehen wir an alten Gräbern mit unbekannten Namen vorbei. Hinter jedem Namen verbirgt sich eine Geschichte. Wir wollen diesen Menschen ein Gesicht geben und ihre Erinnerungen und die Erinnerung an sie bewahren.
Die Geschichten erzählen von Auswanderung nach Amerika, von Weltkriegen, von Flucht und Vertreibung, von einem neuen Zuhause, von Kultur und Dichtung und vom Gemeindeleben auf dem Weierhof. Mit den gezeigten Personen machen wir einen Streifzug durch die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Was sind ihre Lebensvorstellungen? Welchen Herausforderungen sehen sie sich gegenüber? Welche Bedeutung hat ihr Glaube für ihr Leben?
Die Lebensgeschichten stützen sich auf die zugänglichen und ausgewählten Quellen in Text und Bild, die wir in unserem zeitlichen Kontext interpretieren. Dabei entsteht – bewusst oder unbewusst – eine eigene Erzählung. Es gilt stets zu bedenken, dass die betroffenen Personen nicht mehr unter uns sind, um sich mit uns auszutauschen oder uns zu korrigieren.
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Mennonitische Forschungsstelle – Gräber zeigen Gesicht
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